Impfen
? Ja oder Nein?
(Neue Grippe, auch Schweinegrippe genannt, Erreger H1N1)
Meine
Auffassung zum Impfen gegen die neue Grippe:
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Die
„übliche“ saisonale Grippeimpfung empfehle ich für Kinder, die besonders infektanfällig sind oder an anderen Vorerkrankungen leiden.
·
Die z.Zt.
erhältlichen und mit einer Quecksilberverbindung (Thiomersal),
sowie einem weiteren Adjuvanz versetzten Impfstoffe
gegen Schweinegrippe sind (nach seriösen Expertenmeinungen) noch
nicht ausreichend für die Anwendung bei Kindern getestet. Der deutsche Berufsverband
der Kinder- und Jugendärzte hat inzwischen die Impfung empfohlen, aber keine
zwingenden Notwendigkeiten angeführt.
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Dazu kommt
eine unmögliche Verfahrensweise bei der Verteilung der Impfstoffe:Ich kann
keinen einzelnen Impfstoff bestellen oder rezeptieren – es gibt nur (vom Land
gekaufte, von der AOK verwaltete) 10-Portions-Abpackungen, die dann innerhalb
weniger Stunden verimpft werden müßten.
Es ist noch völlig unklar, wie das machbar sein soll – zumal gerade für
Kinder eine gewissenhafte Nutzen – Risiko – Abwägung
erfolgen muß.
·
Meiner Meinung
nach ist die Schweinegrippe bisher zu harmlos verlaufen, als dass ich guten
Gewissens Kinder mit dem bisher zur Verfügung stehenden Impfstoff impfen würde.
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Es gab das
Gerücht, dass es ab Ende November 2009 einen für Kinder besser verträglichen
Impfstoff geben soll. Bisher habe ich dazu keine offiziellen Informationen.
Also:
Bei
aller Impffreudigkeit auch meinerseits würde ich zunächst zu der
Schweinegrippeimpfung für gesunde Kinder nicht raten.
Letztlich bleibt es Ihre Entscheidung
– es gibt Impfsprechstunden im Gesundheitsamt und für chronisch Kranke in den
entsprechenden Dispensaires. Das Potsdamer Gesundheitsamt bietet ab 09.11.09
eine Telefonauskunft zur neuen Grippe an: 0331-2892400
Übrigens:
Es
sind seit diesem Frühjahr in Deutschland mehrere Menschen, die an H1N1 Influenza
erkrankten, gestorben. Die neue Grippe als Todesursache ist nicht bewiesen, es
gab i.d.R. Vorerkrankungen. Über die Hunderte Todesfälle durch andere
Krankheiten berichten die Medien nicht.
Potsdam, den 23.11.2009
Dr.
med. Vera Wolf
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